SAISON 09/10 :: NEWS
Playoff Halbfinale - Jetzt Tickets sichern!
Die Termine für das Playoff Halbfinale in der 1. Badminton-Bundesliga stehen fest. Die SG EBT Berlin trifft am Samstag, den 27.03.2010, 14.00 Uhr (Sporthalle Samariterstraße) im Hinspiel auf den 1. BC Bischmisheim. Das Rückspiel findet einen Tag später in Bischmisheim statt.
Tickets für das Hinspiel in Berlin können vorab exklusiv auf dem Wilson German Junior Turnier vom 11. - 14.3. im Sportforum Berlin erworben werden.
Details zum Turnier gibt es auf der offiziellen Homepage: www.german-junior.de
Der reguläre Vorverkauf startet erst nach dem Turnier. Dann gibt es die Tickets wie gewohnt im Racketprofis Store Berlin oder in der Geschäftsstelle der SG EBT Berlin zu erwerben.
EBT lässt Federn! Lüdinghausen schockt Berliner mit 6:2
Weit gereiste Gegner traten an diesem Sonnabend in der Samariter - Halle an, um mit EBT die Schläger zu kreuzen: Union Lüdinghausen aus Nordrhein – Westfalen, derzeit Tabellen-Vierter und mithin im Play-off-Halbfinale. Verständlich, dass die Lüdinghausener diesen Platz in der 1. Reihe gegen die Berliner rechtfertigen woll-ten. Ein starkes Motiv also, das die Berliner zu beachten hatten. Und mehr noch. Die Münsterländer traten in Galabesetzung an, mit der Deutschen Vizemeisterin Karin Schnaase und dem in Berlin bestens bekannten Vladislav Druzhchenko (Ukraine). Trainer Michael Schnaase, 7-facher Deutscher Meister, sagte es klar und deutlich: „Wir sind nach Berlin gekommen, um zu gewinnen. Fairerweise muss man natürlich sagen, dass die Berliner heute nicht mit der stärksten Mannschaft antreten. Also, höchstens unentschieden“, so Schnaase amüsiert. Und richtig, EBT an diesem Tage nicht in Bestbesetzung, sondern mit Spielerinnen und Spielern aus der zweiten Reihe: Die Damen Anne-Christin Reiter und Lisa Deichgräber, bei den Herren Bastian Zimmermann, Karsten Lehmann und Oliver Witte. „Klar ist, wir wollen nicht verlieren“, so sah EBT – Teammanager Manfred Kehrberg auf diese Begegnung und ergänzt mit freundlichem Nachdruck „Schöne Spiele werden es in jedem Fall!“
Sportverwöhnte Fans und schnelle Bälle!
So erwartet es das Badminton verwöhnte Berliner Publikum. „Es ist immer toller Sport hier in der Samariter – Halle“, schwärmt Studentin Anja aus Kreuzberg beim Kauf ihrer Eintrittskarte. „Viel spannender und interessanter als Fußball“, wertet ein junger Mann das Spiel mit dem gefiederten Ball. „Vor allem die Schnelligkeit und Eleganz faszinieren mich, manchmal geradezu akrobatisch“! Eine vierköpfige Pankower Familie: „Wir kommen schon seit Jahren in die Samariter – Halle und unterstützen unsere EBT – Spieler, auch lautstark, wenn es dann mal sein muss!“
Und Grund zum Jubel gibt es dann auch gleich, denn Wong/Logosz entscheiden Satz 1 gegen Druzhchenko/Weistermeyer knapp mit 21:19 für sich und auch Satz 2 geht mit 21:15 an das Berliner Herren-Doppel. Eine wohltemperierte Ouvertüre, der allerdings schnell Missklang folgen soll, denn EBTs Damen, Reiter/Deichgräber, müssen ihr Spiel mit 16:21 und 13:21 an die Münsterländerinnen Schnaase/Mette abgeben. Anne Reiter danach kritisch - prophetisch: „Ja, die anderen waren besser. Aber besser werden können wir auch noch!“ Ein optimistischer Gedanke und möge er denn spielerische Wirklichkeit werden.
Im zweiten Herren-Doppel maßen sich Zimmermann/Lehmann mit den Gästen Karrtunen/Schulz. Eine schwierige Aufgabe für die Berliner, so zumindest konnten die Vorzeichen für diese Begegnung gesehen werden. Während der erste Satz deutlich verloren geht, entwickelt sich der zweite beim 17:17 zu einer hoch spannenden Angelegenheit. Werden die Berliner einen dritten Satz erzwingen können? „Wir sind dann in alte Muster verfallen, waren einfach nicht wach genug“, so Bastian Zimmermann enttäuscht nach dem 18:21. Ähnlich analysiert Partner Karsten Lehmann: „Wir waren einfach nicht konsequent genug, haben uns den Wind aus den Segeln nehmen lassen und so hatten unsere Gegner im entscheidenden Augenblick immer die besseren Antworten. Schade!“
Hochrangig und hochkarätig!
Ob seiner hochrangigen Besetzung versprach das erste Herreneinzel hochkarätiges Badminton. Und so war es dann auch, mit dem besseren Ende für die EBT. Denkbar knapp gewinnt Choong Hann Wong gegen Yuhan Tan mit 21:18, 21:19, und sorgt damit für den Ausgleich 2:2! „Er ist noch jung, aber schon ein starker Mann“, lobt Choong seinen Kontrahenten nach dem Spiel. „Ich habe seine Aggressivität hart zu spüren bekommen, seine bissigen Attacken, seine unglaublich genauen Schüsse. Er spielt mit Kopf und ich glaube, dass er sehr gut trainiert wird. Er hat alle technischen Grundlagen drauf“.
„Glücklich“ verloren!
Wenn Lob, dann Lisa Deichgräber. Im zweiten Satz Damen – Einzel musste die Deutsche Vizemeisterin Karin Schnaase all ihr Können aufbieten, um Lisa Deich-gräber schließlich mit 21:17 niederzuringen. Eine tolle Leistung, mit viel Beifall bedacht. Und Lisa Deichgräber? Nach dem Spiel keineswegs bedrückt! „Ich bin glücklich, habe im Zweiten wirklich ein gutes Spiel gemacht. Ja, dieser furchtbare 1. Satz, diese Schnelligkeit, diese ungewohnten Bälle. Meine einzige Rettung konnte also nur hohes Risiko sein. Na ja und da ging eben im 1. Satz so einiges daneben. Im 2. Satz waren dann plötzlich meine Schläge wieder da. Ich hatte Mut, war wieder voller Selbstvertrauen. Die Kondition? Nun, da gibt es in jedem Falle Defizite. Aber jetzt bin ich einfach nur glücklich, glücklich!“
Und was sagte die Deutsche Vizemeisterin zu diesem Match? „Im 1. Satz habe ich mein Spiel bedingungslos durchgezogen, habe all die Dinge gemacht, die Lisa nicht mag; habe schnell und locker gespielt, habe sie laufen lassen. Und weil es im Ersten so gut lief, habe ich im Zweiten die ganze Sache ein bisschen langsamer angehen lassen, weniger konsequent. Am Schluss, beim 17:17, musste ich mich dann echt zusammenreißen!“
Und die Gäste punkteten weiter: Im Mixed schlagen Westermeyer/Ufermann die Berliner Reiter/Logosz sicher mit 21:15/21:13 und erhöhten damit ihre Führung auf 4:2. Die Frage zu diesem Zeitpunkt: Wird EBT mit den abschließenden zwei Herren – Einzel noch ein Unentschieden erzwingen können? Nein, denn schon im Ersten gewinnt der übermächtige Vladislav Druzhchenko gegen Oliver Witte hoch mit 21:7/21:10 und bringt damit Lüdinghausen endgültig auf die Siegerstraße. Daran hätte auch Eetu Heino nichts mehr ändern können. In einem spannenden Match unterliegt er Kristian Karrtunen in drei Sätzen.
Fazit dieser Begegnung!
Ob nun Verlierer EBT oder Sieger Lüdinghausen, folgenreich ist dieses Match für beide Mannschaften nicht, denn längst haben sie den angesteuerten Hafen „Play-offs“ erreicht. Dennoch war es wiederum ein spannender und unterhaltsamer Badminton- Nachmittag in der Samariter – Halle!
Text: Peter Gütte (01. März 2010)
Das letzte Spiel vor den Playoffs - Duell mit Lüdinghausen
In der 1. Badminton-Bundesliga trifft die SG EBT Berlin am Samstag, den 27.02.2010, 14.00 Uhr (Sporthalle Samariterstraße) auf den SC Union Lüdinghausen. Zwei Spieltage vor dem Abschluss der Vorrunde belegt EBT den 3. Platz und hat die Playoffs bereits erreicht. Union Lüdinghausen ist derzeit Tabellenvierter und will diesen Tabellenplatz, der zur Teilnahme am Playoff-Halbfinale berechtigt, bis zum Schluss der Vorrunde behaupten. Entsprechend hart ist die Gegenwehr der Münsterländer zu erwarten, denn Lüdinghausen möchte erstmals in ihrer Vereinsgeschichte das Playoff-Halbfinale erreichen. EBT kann am Wochenende wieder auf die zuletzt pausierenden Wong Choong Hann und Eetu Heino zurückgreifen. Die Lüdinghausener werden von der Deutschen Vizemeisterin Karin Schnaase und den in Berlin bestens bekannten Vladislav Druzhchenko (Ukraine) angeführt. Aufgrund der Tabellenkonstellation ist wieder ein spannendes Spiel zu erwarten. Am Sonntag trifft EBT auswärts auf den diesjährigen Topfavoriten für den Titel, den BC Bonn-Beuel. Nach dem Spiel wird dann feststehen, gegen wen EBT am 27./28. März das Playoff Halbfinale bestreiten wird.
Text: Manfred Kehrberg (23. Februar 2010)
EBT schlägt Hamburg 7:1
Berliner auf dem Weg in Richtung Playoffs
Über An- , Ein- und Aussichten!
EBT gegen Hamburg, nun da musste man nicht unbedingt übermäßigen Scharfblick beweisen, um klare Verhältnisse zu konstatieren: Die Gäste aus Hamburg auf Tabellenplatz 6, auf 3 die Gastgeber. Überdies ging bereits das erste Duell in dieser Saison mit 6:2 klar an die Berliner. Was sollte da noch schief gehen! "Dieser Auffassung könnte man schon folgen aber es ist eben nur die Papierform", so nachdenklich Manfred Kehrberg, Teamchef von EBT. "Aber natürlich wollen wir gewinnen und natürlich wollen wir die Punkte!"
Nur, Unwägbarkeiten und der Zufall können immer im Spiel sein, so die Philosophie. Und dann auch noch die launige Dame Fortuna. Wer wollte ihr schon trauen! "Nun ja, aber gerade Fortune bräuchten wir heute dringend gegen die Berliner", lacht Karen Neumann, vor Jahren Spitzenspielerin der Hansestädter und auch heute dabei. Von einer chaotischen Reise nach Berlin erzählt sie: "Der Schnee, strapaziöse Bahnfahrt, Verspätung, das alles hat Kraft gekostet und ist kein gutes Omen für unseren heutigen Auftritt. Aber natürlich wollen wir unseren Gegner ärgern und mit Glück einen Punkt nach Hamburg entführen." Immerhin, die Hamburger sind in Bestbesetzung angereist, die Berliner müssen auf Nicole Grether verzichten. "Sicher ist das ein Handycap für uns", erklärt Manfred Kehrberg, "bringt uns aber auch in die Situation, andere Spielerinnen planmäßig nachzuziehen, also faktisch auf Bundesliganiveau zu bringen. An diesem Sonntag sind es Anne Reiter und Lisa Deichgräber, die Bundesliga-Höhenluft schnuppern sollen!
Doppel - von Siegen und Niederlage!
Die beiden Bundesligaelevinnen mussten dann auch gleich aufs Feld, gegen Köhler/Neumann. Bundesliga spielen, ist das anders, aufregender? "In jedem Fall", erzählen Anne und Lisa, "aber es motiviert auch, macht leicht und locker, denn es erwartet ja niemand von uns, das wir schon gewinnen." So war Satz 1 auch schnell mit 14:21 verloren. Anders der Verlauf im 2. Satz. Immer blieben die EBT - Damen auf Tuchfühlung: 18:18! Aber schließlich reichte es nicht. "Wir haben einfach nicht konstant genug gespielt, nicht platziert genug. Die sind eben Profis und diese zwei Klassen Unterschied sind für uns nicht so leicht zu überspringen." Das 1:0 für Hamburg!
Bei den Herren maßen sich Wong/Logosz und Armstrong/Cwalina, ein von beiden Seiten kompromisslos geführtes 3-Satz-Match, mit besserem Ende für die Berliner. "1:1, der Ausgleich", verkündet aufatmend Markus Köster, wie immer Samariter - Hallensprecher. Und nur Augenblicke später das 2:1 für die Berliner. Überraschend schnell hatten Lehmann/Zimmermann, die Hansestädter, Schöttler/Zander, in nur zwei Sätzen niedergerungen! "Wir haben einfach jeden Ball getroffen, haben Druck gemacht, aus dem sich unsere Gegner einfach nicht befreien konnten", so glücklich Karsten und Bastian unmittelbar nach ihrem Erfolg. "Alles lief, wir waren hoch konzentriert, es hat uns einfach Spaß gemacht."
Von Verletzungspech, Eleganz und Schnelligkeit
Verletzungspech, auf Seiten der Hamburger, führt zu zwei weiteren EBT - Punktgewinnen, womit es vor Mixed und erstem Herreneinzel 4:1 steht. In dieser Auseinandersetzung stehen sich Eetu Heino und Sebastian Rduch gegenüber. Kunstvolle Ballwechsel, Schnelligkeit, Sprungkraft, Eleganz und Ästhetik demonstrieren die beiden Kontrahenten in drei atemberaubenden Sätzen. Als schließlich das 21:19 für Eetu Heino fällt, riesiger Jubel in der Samariterhalle. Ebenso umjubelt und beinahe gleichzeitig schießt sich das Berliner Mixed, Schenk/Logozs, nach drei bissig umkämpften Sätzen, zum Sieg und erhöht auf 6:1 für EBT. Der Schluss dieses sehenswerten Badmintonnachmittags ist schnell erzählt: Sicher schlägt EBT - Star Aravind Bhat Sebastian Schöttler in zwei Sätzen und sorgt somit für den 7:1 Endstand.
Von Gedanken an Play offs und Meistertitel!
Sicher, ein schöner Erfolg für das EBT–Team. Aber mehr noch! Hallensprecher Markus Köster sagt es laut, deutlich und begeistert: "Mit dem heutigen Erfolg sind wir auf dem besten Weg in Richtung Playoffs", vom sachverständigen Publikum in der wie stets gut besuchten Samariterhalle mit viel Beifall bedacht. Denn was hieße das? Auf alle Fälle spannende und begeisternde Auseinandersetzungen, sowohl für EBT - Team, als auch für Berliner Badminton - Fans. Der Kampf um den Meistertitel hat begonnen!
Text: Peter Gütte (01. Februar 2010)
EBT Berlin empfängt den VfL 93 Hamburg
In der 1. Badminton-Bundesliga empfängt die SG EBT Berlin am Samstag, den 30. Januar 2010, 14.00 Uhr (Sporthalle Samariterstraße) den VfL 93 Hamburg. Ziel der Mannschaft ist es gegen Hamburg und einen Tag später auswärts gegen den BV Gifhorn die noch fehlenden vier Punkte für den Einzug in das Play-off Halbfinale einzufahren.
Mit Ausnahme von Nicole Grether und Josche Zurwonne wird das Team dazu am Wochenende wieder in Bestbesetzung antreten. Mit dabei wieder Wong Choong Hann und Aravind Bhat, die zuletzt wegen Verpflichtungen ihrer nationalen Verbände nicht antreten konnten. Bei den Herren wird die Mannschaft durch Eetu Heino, Michal Logosz, Tim Dettmann, Karsten Lehmann und Bastian Zimmermann komplettiert. Bei den Damen wird die Weltranglistenneunte im Dameneinzel Juliane Schenk von den Nachwuchsspielerinnen Anne-Christin Reiter und Lisa Deichgräber unterstützt.
Sowohl Hamburg als auch Gifhorn haben keine Chance mehr in die Play-offs einzuziehen. Gleichwohl werden beide Spiele für EBT kein leichter Gang, denn beide Gegner verfügen über eine gute Mischung internationaler und nationaler Spitzenspieler.
Der VfL 93 Hamburg wird vom deutschen Nationalspieler Sven-Erik Kastens und dem polnischen Nationalspieler Adam Cwalina angeführt. Bei den Damen gibt es ein Wiedersehen mit Karen Neumann (geb. Stechmann), einer der erfolgreichsten deutschen Doppel- und Mixedspielerinnen vergangener Jahre. Vervollständigt wird das Team der Gäste bei den Damen durch Gitte Köhler und U-19 Nationalspielerin Inken Wienefeld und bei den Herren durch Sebastian Schöttler, Sebastian Rauch, dem Engländer Tom Armstrong und Till Zander.
Schon im Hinspiel waren fast alle Partien sehr ausgeglichen, so dass auch am Samstag wieder spannendes Badminton zu erwarten ist. Die Mannschaft freut sich auf die Unterstützung des Berliner Publikums.
Text: Manfred Kehrberg (27. Januar 2010)
EBT - ein starkes Team! Berliner schlagen Refrath 5:3
Gedankenspiele vor dem ersten Spiel...
EBT gegen Refrath, also der Letzte gegen den derzeit Tabellen - Dritten, da kann doch nichts schief gehen, das ist doch eine klare Angelegenheit. So könnte ein erster Gedanke mutmaßen. Der zweite aber, zumeist etwas differenzierter, offenbart schon eher mögliche Unwägbarkeiten und Unbekannte. Da ist zum Beispiel der Enthusiasmus der ins Hintertreffen geratene Gäste zu bedenken und drückender Ehrgeiz, endlich entscheidend zu punkten. Und so reisten die Aufsteiger der neuen Saison mit einer nicht zu unterschätzenden Mannschaft an, angeführt vom Weltklassespieler Kai Bin Yeoh. Und auch der bulgarische Doppel - Spezialist Metodiev sollte in diesem Zusammenhang unbedingt erwähnt werden. Hinzu kamen Aufstel-lungsprobleme bei den Berliner Gastgebern, denn mit Wong Choong Hann, Aravind Bhat und Chetan Arnand fehlten drei der EBT – Leistungsträger. Sie mussten an diesem Sonntag für ihre Nationalverbände antreten. Die so entstandene Lücke sollten Oliver Witte, Bastian Zimmermann und Karsten Lehmann aus der 2. EBT – Riege möglichst kampfstark schließen. Wie aber wird sich diese 2. Reihe in der 1. schlagen? Durchaus keine unwichtige Frage in solcher Art Gedankenspielen vor dem ersten Ballwechsel! "Nein, aufgeregt bin ich jetzt noch nicht, aber später dann, unmittelbar vor dem ersten Spiel, ganz bestimmt", so Oliver Witte vor seinem ersten Einsatz in der obersten Spielklasse. Ähnlich Bastian Zimmermann, für ihn das erste Heimspiel. Zeigt man da Gefühle? "Absolut, vor allem, weil es vor heimischer Kulisse ist. Na klar bin ich aufgeregt aber auch freudig erregt." Und Karsten Lehmann, wie fühlte er sich vor diesem Seitensprung in oberste Badmintongefilde? "Man ist angespannt, logisch, wenn man so ein Neuling ist!" Und in genau dieser Hinsicht witterten die Refrather ihre Chance. Denis Nyenhuis sagte es klar und deutlich: "Als wir diese Aufstellung von EBT sahen, rückte für uns ein 4:4 in greifbare Nähe."
Schnelle Entscheidungen und spannende Ballwechsel...
Außerordentlich schlagkräftig starteten die Doppel. Bei den Damen Grether/Schenk gegen Buss/Kölling,, bei den Herren Logosz/Dettmann gegen Yeoh/Nyenhuis. Nur schade, denn die Begegnung bei den Damen war schnell beendet. Boss/Kölling mussten infolge Verletzung bereits im 1. Satz aufgeben. Anders der Spielverlauf bei den Herren, denn erst im 3. Satz fällt nach spannendem wechselvollem Spiel die Entscheidung: 21:17 für Logosz/Dettmann!
Dann das zweite Herren – Doppel und die große Frage: Werden sich die "Neulinge" Bastian Zimmermann und Karsten Lehmann gegen Metodiev/Schwarz durchsetzen können? Verbissene Ballwechsel prägten diese Auseinandersetzung, die zu einem Schlüsselspiel werden sollte. Jubel in der Samariter, als die EBT - Mannen Satz 1 knapp mit 21:18 für sich entscheiden. Werden sie dieses hohe spielerische Vermögen halten können? Sie halten es und schießen sich beim 20:19 nervenstark zum 21:19 Sieg. Spielstand: 3:0 – Führung für EBT!
Im dritten Herren – Einzel stehen sich Oliver Witte und Johannes Szilagyi gegenüber. Wenngleich das Ergebnis, 13:21 und 10:21, auch recht eindeutig ausfällt, so sei an dieser Stelle unbedingt die aufwendige Gegenwehr Oliver Wittes erwähnt. Refrath verkürzt auf 1:4! Auf Feld 1 entwickelt sich währenddessen ein verbissenes Duell zwischen Eetu Heino und Kai Bin Yeoh. Knallhart ist der Schlussspurt von Yeoh und so schießt er sich im 1. Satz zum 21:16. Die Frage: Wird Eetu Heino gegenhalten und ein 3-Satz-Match erzwingen? Nein, es sieht nicht gut aus, denn Yeoh zieht im 2. auf 11:6 davon und hält den Vorsprung, wenn auch knapp, bis zum 21:18. Punkt für Refrath und nur noch 4:2!
Im letzten Herren - Einzel kreuzen Tim Dettmann und Kai Waldenberger die Schläger, ein Match, wie sich zeigen wird, mit verteilten Chancen. Dennoch entscheidet Waldenberger Satz 1 21:17 für sich und liegt auch im "2." durchgängig bis 21:15 vorn. Spielstand nur noch 4:3!
Entscheidung im Mixed...
Zur großen Entscheidungsschlacht wird dieses Match allerdings nicht mehr und so ist der Verlauf schnell erzählt. Grether/Logosz beherrschen ihre Gegner Kölling/Nyenhuis klar und holen mit 21:11 und 21:14 den 5:3 – Siegpunkt für die EBT. "Ich freue mich natürlich über den Sieg, wenngleich ich eher auf ein Unentschieden getippt hatte", so Manfred Kehrberg, Teammanager der Berliner. Das Fazit dieses Spieltages: Auch die zweite EBT - Reihe hat bewiesen, dass sie durchaus oben mithalten und gar mitspielen kann. Trotz dieses Sieges bleibt EBT jedoch auf Rang 3, hat allerdings ein Spiel weniger auf dem Konto.
Text: Peter Gütte (14. Dezember 2009)
Juliane Schenk und Nicole Grether führen EBT gegen Refrath
EBT Berlin trifft in der 1. Badminton-Bundesliga am Sonntag, den 13.12.2009, 14.00 Uhr (Sporthalle Samariterstraße) auf den TV Refrath.
Angeführt wird das EBT-Team am Wochenende von den zuletzt international überaus erfolgreichen Juliane Schenk und Nicole Grether. Beide hatten sich für das in der vergangenen Woche in Malaysia ausgetragene Finale der Super Series Turniere qualifiziert. Dabei erreichte Juliane Schenk mit dem Einzug in das Finale im Dameneinzel ein in der Geschichte des Deutschen Badminton bisher einmaligen Erfolg. Nicole Grether scheiterte sowohl im Dameneinzel als auch im Damendoppel nur knapp am Halbfinaleinzug. Nach diesen großartigen internationalen Erfolgen bietet sich nun die Gelegenheit beide wieder am Wochenende im Bundesligaspiel gegen den TV Refrath in Berlin zu bewundern.
Mit dem TV Refrath trifft EBT auf den Aufsteiger der diesjährigen Saison. Die ambitionierte Mannschaft aus dem Bergischen Land verfügt über eine ausgeglichene Mannschaft und wird angeführt durch den malayischen Weltklassespieler Kai Bin Yeoh und den bulgarischen Doppelspezialisten Vladimir Metodiev. Mit im Team der Refrather die Ex-EBT-Spieler Carla Nelte und Johannes Szilagyi, die vor der Saison zu ihrer jetzigen Mannschaft gewechselt sind. Leider ist Carla Nelte verletzt. Ein Wiedersehen wird es aber auf jeden Fall mit Johannes Szilagyi geben, der für Refrath voraussichtlich das 3. Herreneinzel bestreiten wird.
Für EBT wird das Spiel alles andere als ein "leichter Gang" zum Jahresabschluss. Aufgrund von Verpflichtungen ihrer Nationalverbände stehen am Wochenende Wong Choong Hann und Aravind Bhat nicht zur Verfügung. Die Gäste aus Refrath wittern deshalb eine Chance und wollen mindestens einen Punkt aus Berlin entführen.
Es wird also wieder in jeder Hinsicht interessant und spannend. Auf in die Samariterstraße ...
Für alle, die es nicht in die Halle schaffen sollten, werden wir das erste Mal in dieser Saison auch ein Live Scoring anbieten können.
Text: Manfred Kehrberg (10. Dezember 2009)
Starke Gäste, starke Hausherren! Gerechte Punkteteilung zwischen Bonn und Berlin
Als die weit gereisten Gäste eintrafen, knisterte es in der Samariterhalle, lag spannende Erwartung in der Luft. Kein Wunder bei der Ausgangssituation: 1. BC Bonn/Beuel auf Platz 2, EBT gleich dahinter. Aber mehr noch! Bonn und die Berliner sind seit jeher Erzrivalen, kennen sich aus vielen Begegnungen. Rangierten die Bonner in der vorletzten Saison vor den Berlinern, so war es 2008/2009 umgekehrt. EBT wurde Vizemeister.
Nun also, an diesem 1. Advent 2009, erneutes Kräftemessen. Tatsache ist, beide wollen den Titel und so war dieser ersten Saisonberührung größte Bedeutung zuzumessen. "Das ist richtig. Heute? Nun, es könnte ein 4:4 werden", tippt Roland Maywald, Mannschaftsleiter des BC Bonn/Beuel, "vielleicht aber auch eine Niederlage für mein Team. Unser Topspieler Anthony Clark musste nämlich gestern abreisen. Dadurch ist unser Doppel stark geschwächt, leider!" Ohne Zaudern Manfred Kehrberg, Teamchef von EBT: "4:4, zwei gleich starke Mannschaften. Bei den Damen leichte Vorteile für uns, bei den Herren die Bonner!" Und lächelnd zögernd, - "aber warten wir ab!"
Von verteilten Chancen...
konnte man beim Damendoppel Heather Olver/Birgit Overzier gegen die Berlinerinnen Nicole Grether und Juliane Schenk ausgehen. Und so stand es nach zwei Sätzen folgerichtig 1:1. Doch mutig unverkrampft, taktisch klug eingestellt, greifen die EBT-Damen im 3. Satz konsequent an und gewinnen sicher 21:14. Nicht so glücklich, zumindest in sportlicher Hinsicht, die Begegnung zwischen den Berlinern Wong Choong Hann/Michal Logosz und Ingo Kindervater/Ian Maywald. Verletzt muss Ingo Kindervater leider aufgeben!
Schnelles 2:0 also für EBT Berlin. Wird das 3. Doppel das 3:0 bringen?
In dieser Begegnung trafen die Berliner Tim Dettmann/Josche Zurwonne auf die starken Engländer Carl Baxter/Rajiv Ouseph. Man durfte gespannt sein! Zunächst glänzen Dettmann/Zurwonne mit schlagstarkem Angriffspiel. Doch leider können sie diese dominierende Spielweise nicht durchhalten und geben Satz 1 mit 19:21 ab. Im 2. Satz erinnern sich die Berliner ihrer Angriffslust und gleichen mit sicheren 21:13 aus. Atemberaubendes Badminton dann im 3. Satz. Die Badminton-Fans in der gut gefüllten Samariterhalle reißt es von den Sitzen. Keines der Teams kann zunächst entscheidende Vorteile für sich verbuchen und so fällt die Entscheidung erst in der Schlussphase: 21:19 für Baxter/Ouseph. Bonn verkürzt auf 1:2!
Im ersten Herreneinzel messen sich Wong Choong Hann von EBT und Marc Zwiebler. Da war Weltklasse-Badminton zu erwarten, mit leichten Vorteilen für den Bonner Star. Umso erstaunlicher das deutliche 21:12 für den Berliner im 1. Satz. Der 2. Satz dann hart umkämpft. Marc Zwiebler zieht alle Register seines Könnens, schreit seinen Frust lautstark heraus, doch vergebens. 21:19 für Wong Choong Hann und mithin 3:1 für EBT! Auf Feld 1 verliert zu diesem Zeitpunkt Juliane Schenk von EBT gegen die starke englische Meisterin Elisabeth Cann Satz 1 mit 15:21. "Vielleicht", so Juliane nach dem Spiel, "war ich noch vom Doppel geschwächt. Ich wollte das Spiel schnell hinter mich bringen und bei diesem Druck ging mir dann irgendwie die Konzentration verloren. Ich kenne Elisabeth gut, sie ist eine phantastische Spielerin. Zumeist aber konnte ich sie schlagen!" Und so liegt Juliane Schenk im 2. Satz auch schnell 5:0 vorn. Doch Mitte des Spiels ändert sich das Bild und Cann gleicht 11:11 aus. Verbissen wird um jeden weiteren Punkt gekämpft. Schließlich aber setzt sich Juliane Schenk ab, gewinnt 21:16 und gleicht aus. "Im 2. habe ich mit viel höherem Kraftaufwand gespielt, konzentrierter, variantenreicher und eben mein Spiel gemacht, so muss es sein", lacht Juliane Schenk und atmet tief durch. Das konnte sie auch, denn im 3. Satz ließ die Berlinerin der Engländerin nicht die Spur einer Chance und gewinnt klar 21:8. Die Samariterhalle tobt! Während dessen ist auch das 2. Herreneinzel beendet. Gegen den starken Rajiv Ouseph aus Bonn hatte Eetu Heino lediglich eine Außenseiterchance. So verliert er auch in zwei Sätzen. Dennoch sollten hier gerechterweise Spielstärke und facettenreiche Gegenwehr Eetu Heinos angemerkt werden!
4:2 - EBT auf Kurs "Sieg"?
Durchaus möglich, denn da waren ja nur noch das letzte Herreneinzel und das Mix auszuspielen. Als auf Feld 2 Carl Baxter den 1. Satz gegen Tim Dettmann gewinnt, steht es im 1. Satz zwischen Nicole Grether/Michal Logosz und Birgit Overzier/Marc Zwiebler 9:13. Aber das EBT - Mix holt auf ... 16:20 ... 17:20 ... 18:20. Werden es die Berliner noch schaffen? 19:20 und absolute Stille in der Samariterhalle. Nein, Ball im Netz ... 19:21! Die Enge dieser Begegnung versprach einen dramatischen "Zweiten"! Der geht bei Dettmann/Baxter zu diesem Zeitpunkt in die Schlussphase. 20:15 führt der Engländer und schießt sich mit einem Smash zum Sieg. Die Konsequenz: Nur noch 4:3 für die EBT. "Einzel ist einfach nicht meine Sache", kommentiert Tim Dettmann anschließend seine Niederlage. "Das war nicht anders zu erwarten, ich bin nun 'mal ein Doppel-Spieler!" Als Tim Dettmann diesen rückblickenden Eindruck seines Spiels vermittelt, dreht sich das Spielgeschehen im 2. Satz Mix. Führten die Berliner zunächst, gehen nun die Gäste mit 16:14 in Front und ziehen auf 19:14 davon. Das Aus für die Berliner? Nein, so einfach wollten sie es dem Gegner nicht machen und kämpfen sich auf 18:20 heran. Aber es reicht nicht: Niederlage im Mix und Ausgleich 4:4! "Wir haben nicht gut gespielt, uns zurückgezogen, das war taktisch nicht klug", so Nicole Grether kopfschüttelnd. "Wir haben auch zu viel cross gespielt. Und natürlich muss man betonen, dass wir ganz starke Gegner hatten. Aber wir haben gekämpft!" Ähnlich sah es EBT – Teamchef Manfred Kehrberg, dessen Prognose 4:4 sich bewahrheitet hatte: "Die Mannschaft hat gut gekämpft. Bonn war der erwartet starke Gegner. Und besonders habe ich mich über die gut gefüllte Halle gefreut! Ich denke, wir konnten den Fans heute tolles Badminton bieten!"
Es bleibt spannend oben!
Wenngleich auch den Hauptstädtern der Sieg versagt blieb, so hievt sie das 4:4 zumindest ein Etage höher und weist den Spielern vom Rheinufer nunmehr Tabellenplatz 3 zu. An der Spitze keine Bewegung, Meister Bischmisheim bleibt ganz oben. Fazit: Nach wie vor ist im Badminton - Oberhaus alles offen und alle können hoffen!
Text: Peter Gütte (30. November 2009)
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EBT erwartet TOP-Favoriten 1. BC Bonn-Beuel
Mit dem 1. BC Bonn-Beuel erwartet die Bundesligamannschaft der SG EBT Berlin am Sonntag, den 29. November, 14.00 Uhr, Sporthalle Samariterstraße, den TOP-Favoriten auf die diesjährige Deutsche Meisterschaft.
Die Bonner haben sich vor der Saison mit dem Neuzugang von Anthony Clark und Rajiv Ouseph (beide England) eindrucksvoll verstärkt. Mit Carl Baxter (Herreneinzel), Elisabeth Cann und Heather Olver verstärken drei weitere englische Nationalspieler das Team. Star der Mannschaft ist allerdings der Deutsche Meister im Herreneinzel Marc Zwiebler, der zuletzt mit dem 2. Platz bei den Denmark Super Series und dem Sieg bei den Norwegian International wieder den Anschluss an die absolute Weltklasse im Herreneinzel geschafft hat. Vervollständigt wird das Team durch die deutschen Nationalspieler Birgit Overzier (Damendoppel, Mixed) und Ingo Kindervater (Doppel) sowie dem erfahrenen Ian Maywald. Wenn die Bonner in dieser Besetzung auflaufen, bleibt für EBT nur die Außenseiterrolle. Dabei kann EBT am Wochenende voraussichtlich seine Bestbesetzung aufbieten.
Leicht favorisiert gehen die EBT-Damen Juliane Schenk (Einzel gegen Liz Cann) und Nicole Grether (Doppel mit Juliane Schenk und Mixed) ins Rennen. Schwerer wird dagegen schon die Aufgabe in den Herreneinzeln. Im 1. Herreneinzel trifft Wong Choong Hann auf Marc Zwiebler. Aufgrund seiner jüngsten Leistungen ist Marc Zwiebler leicht favorisiert. Auf jeden Fall ist Weltklassebadminton zu erwarten. Genauso wie im 2. Herreneinzel, in dem für EBT der indische Meister Aravind Bhat auf den englischen Meister Rajiv Ouseph trifft. Im 3. Herreneinzel hat Eetu Heino gegen den Engländer Carl Baxter sicher nur Außenseiterchancen. Entscheidend für den Ausgang des Spiels dürften wieder die Herrendoppel sein. Hier treffen mit Wong / Logosz und Clark / Kindervater voraussichtlich ebenfalls zwei Weltklassepaarungen aufeinander. Das 2. Herrendoppel werden für EBT Tim Dettmann und Josche Zurwonne voraussichtlich gegen Marc Zwiebler und Ian Maywald bestreiten.
Die Mannschaft hofft natürlich auf die Unterstützung der Badminton-Fans aus Berlin und Brandenburg. Badminton vom Feinsten wird auf jeden Fall geboten. Der Besuch lohnt sich!
Bereits am Samstag, den 28. November (14.00 Uhr, in Lüdinghausen) trifft EBT auswärts gegen das starke Team von Union Lüdinghausen an. Mit einem Superstart (7:3 Punkte) haben die Münsterländer bisher eindrucksvoll ihre Ambitionen auf einen Play-off-Platz unterstrichen und wollen ihre gute Bilanz mit einem Sieg gegen EBT bestätigen.
Text: Manfred Kehrberg (23. November 2009)
Nervenschlacht in der Samariter - Meister Bischmisheim schlägt EBT 5:3
Ein knappes halbes Jahr liegt die letzte Begegnung ETB gegen Bischmisheim zurück. Damals ging es um den Titel, mit dem besseren Ende für die Saarländer. Nun trafen Meister und Vize erneut aufeinander. Wer wird diesmal als Sieger das Badminton - Areal verlassen, das war hier die große Frage. Nicole Grether, von EBT, wäre schon mit einem 4:4 zufrieden. "Es wird in jedem Falle schwer heute!" So sieht es auch Hans Abraham, EBT - Übungsleiter, 4:4 seine Prognose. Und EBT - Coach Manfred Kehrberg? "Zwischen 5:3 und 3:5 ist alles drin". Anders Michael Fuchs aus Bischmisheim. Er setzt auf Sieg, "aber zumindest Unentschieden!" Für Marcel Reuter schwierig. "Beide können gewinnen", seine Meinung. Und Carola Bott beklagt das Fehlen von Dieter Domke bei Bischmisheim: "Ein echtes Handycap für uns!" Und mehr noch, auch Seriensiegerin Xu Haiuwen ist für Bischmisheim nicht mehr dabei. Sorgen dieser Art aber auch beim EBT - Team, denn es muss auf den starken Inder Arvind Bhat verzichten. Für ihn trat Karsten Lehmann, aus EBT´s Zweiter, in die Schranken. Übrigens ein durchaus erfreulicher Auftritt! Aber alle diese Mutmaßungen waren nicht mehr als graue Theorie, bis Sprecher Marcus Köster, pünktlich 14.00 Uhr, in die Turnierwirklichkeit rief!
Verheißungsvoller EBT - Auftakt!
Beinahe synchron gingen EBT - Damen und Herren - Doppel schell und sicher in Führung. Dabei blieb es auch, zumindest bei den EBT - Herren. Mit 21:14 und 21:16 fertigten Hong und Logosz die Saarländer Hopp und Schöttler ruck zuck ab. Härter umkämpft, und von atemberaubenden Ballwechseln geprägt, das Damendoppel. Dennoch gehen Grether/Schenk schließlich mit 21:14 und 21:15 als sichere Sieger vom Feld. "Den Sieg haben wir uns wirklich hart erkämpfen müssen, denn unsere Gegnerinnen legten gleich ein ziemlich schnelles Grundtempo vor. Da half uns nur höchste Konzentration", so Juliane Schenk unmittelbar nach dem Match. 2:0 – EBT liegt vorn!
Das zweite Herren-Doppel gekennzeichnet von vielen dramatischen Akzenten und so recht nach dem Geschmack des zahlreich erschienenen Badmintonpublikums. Dennoch verlieren die Berliner Karsten Lehmann und Josche Zurwonne mit 13:21 und 14:21 gegen Reuter/Fuchs. Der Anschlusspunkt für Bischmisheim und nur noch 2:1 für die EBT.
Von hauchdünnen Entscheidungen...
sind die Einzel geprägt. Z.B. Damen - Einzel Juliane Schenk gegen Olga Konon. 19:21 verliert Juliane Schenk gleich den ersten Satz. Wird es ein 3-Satz-Match? Die gleiche Enge zunächst auch bei den Herren Wong und Nawickas. Nawickas kann zwar den 1. Satz 21:18 für sich entscheiden, verliert aber im Anschluss 19:21. Im 3. Satz muss der Bischmisheimer leider verletzt aufgeben. EBT führt 3:1!
Während dessen gleicht Juliane Schenk mit 21:15 aus und eröffnet sich alle Chancen für Satz 3. Doch der beginnt geradezu deprimierend für die Berlinerin. Überraschend schnell gerät sie mit 2:9 ins Hintertreffen. Aber ...? Erfreulich der Zwischenstand mit 12:15. Wird Juliane Schenk weiter aufholen? Rufe und rhythmisches Klatschen sollen die Lokalmatadorin anfeuern. Nur noch 14:17! Nein, kein aber und kein Wunder, Juliane Schenk verliert 16:21. "Ich weiß auch nicht, was im dritten Satz los war. Mir fehlte einfach der Biss, habe meiner Gegnerin, besonders anfangs, geradezu Geschenke gemacht, muss aber auch gerechterweise anerkennen, dass sie wirklich gut gespielt hat. Ja, diese Schwankungen in meinem Spiel sind da, ich weiß das, werde aber deshalb nicht den Kopf in den Sand stecken. Klar, ich muss dagegen ankämpfen!"
Der Stand, damit nur noch 3:2 für EBT! Und der Ausgleich 3:3 folgt sogleich mit dem zweiten Herren - Einzel. Marcel Reuter schlägt den Berliner Eetu Heino in drei Sätzen. Und auch im dritten Herren - Einzel punkten die Gäste und schieben sich mit 4:3 erstmals in Front.
"Auf geht´s Samariterstraße ...
spornt EBT - Hallensprecher Markus Köster nochmals Publikum und vor allem das Berliner Mix Grether/Logosz an. Werden die Gastgeber gegen Hopp/Konon ausgleichen können? "Das wird schwer", kommentiert Manfred Kehrberg. Der Spielverlauf gibt ihm Recht, denn schnell ziehen die Bischmisheimer im 1. Satz mit 19:11 davon und gewinnen auch den 2. Satz.
Kurzum: Mit 5:3 entscheidet Bischmisheim dieses erste Kräftemessen der Saison 2009/2010 gegen die EBT für sich.
Bleibt die Frage: Gibt dieser knappe Gästesieg bereits deutbare Auskünfte über eine mögliche Tendenz oder Favoritenrolle? Nein, gibt er nicht. Die Spiele dieses Aufeinandertreffens zeigten, dass beide Teams gewinnen können, dass beide Teams Badminton auf höchstem Niveau und gleichem Level spielen. Viele Faktoren können ihre Begegnungen entscheiden und beeinflussen, manchmal auch der Zufall oder das kleine Quantum Glück. Wenngleich Meister Bischmisheim mit diesem Sieg nunmehr auf den ersten Tabellenplatz springt, so bleibt es dennoch hoch spannend in der oberen Tabellenregion!
Text: Peter Gütte (10. November 2009)







